Zürcher Filz*

Klappentext:

Ein schockierendes Verbrechen im Zürcher Riesbach-Quartier.

Die steinreiche Zürcher Immobilienerbin Philomena Lombardi verschwindet spurlos, einziger Hinweis auf ein Verbrechen sind ihre blutigen Schmuckstücke, die nach und nach auftauchen. Der Kreis der möglichen Täter ist groß, in Philomenas Stiftung für preisgünstiges Wohnen herrschen Korruption, Mietwucher und unlautere Vergaben. Zita Schnyder und Werner Meier stürzen sich als verdeckte Ermittler in die gnadenlose Jagd nach einer Wohnung – und stoßen auf Menschen, die bereit sind, dafür über Leichen zu gehen.

Meinung:

Ich bin Anfang des Jahres mit meinem Freund in eine Wohnung gezogen. Für uns war die Wohnungssuche, sehr angenehm und wir haben schnell eine sehr schöne Wohnung gefunden und auch die Zusage bekommen. Ich weiß das das leider nicht immer so einfach ist und vielleicht haben wir auch nochmal mehr Glück gehabt, da wir immerhin in keiner Großstadt wohnen.

In „Zürcher Filz“ spielt die Wohnungssuche eine sehr große Rolle. Es wird versucht mit allen Mitteln an eine gute Wohnung zu kommen, die dabei auch noch bezahlbar ist. Ein Segen scheint da die Stiftung Lombardi zu sein. Diese vergibt Wohnung zu einem Spott Preis an Familien. Natürlich möchte die jeder haben und so sind die Bewerberzahlen enorm. Wer entscheidet da, welche Familie die Wohnung bekommt? Aber so heilig diese Stiftung auch daher kommt, verbirgen sich auch Geheimnisse dahinter und jeder versucht irgendwie seine Interessen durchzukriegen. Als dann plötzlich die Immobilienerbin Philomena Lombardi verschwinden, passieren auf einmal mehrere Dinge.

Die Geschichte beginnt rasant. Schon der Prolog hat mir eine Gänsehaut beschert und ich musste erstmal gucken, ob ich nicht doch ein Thriller in der Hand habe. Der Prolog spielt in der Vergangenheit und danach wird ein Sprung um 35 Jahre gemacht. Danach gehen die Geschehnisse auch schon spannend weiter. Zunächst möchte niemand an ein verschwinden von Philomena glauben.

Die Geschichte wird aus sehr vielen verschiedenen Perspektiven geschrieben, verrät aber trotzdem nicht zu viel. Es treffen viele zusammen, die so eigentlich nichts mit einander zutun haben, aber dann doch irgendwie in einer Verbindung stehen.

Meier und Schneider sind zu der Zeit auf Wohnungssuche und so passt es sehr gut, dass sich die beiden bei einer Bewerbung für eine Wohnung wiederfinden. Dort finden sie sich in einem Wahnsinn wieder. Ich fand die Darstellung erschreckend und konnte beim lesen nur den Kopfschütteln. Das Verhalten ist übertrieben und ich habe sowas nie mitgemacht, aber dennoch finde ich es sehr realitätsnah geschrieben.

„Zürcher Filz“ ist der sechste Teil einer Reihe und das merkt man beim lesen auch sehr. Während es bei anderen Krimis eher egal ist, das man mitten in der Reihe anfängt, hatte ich bei diesem Buch schon das Gefühl das ich irgendwas verpasst habe. Gerade Meier und Schnyder, sowie Beanie, sind mir einfach nicht wirklich Nahe gekommen, aber dennoch haben sie mir gefallen. Dadurch ist die Geschichte von den Charakteren her eher Oberflächlich geblieben, nur die neuen Charaktere haben eine gewisse tiefe mitgebracht.

Die vielen verschiedenen Protagonisten könnten unterschiedlicher nicht sein und so wurde in die Geschichte eine sehr große Abwechslung gebracht. Viele Charaktere haben mich, mit ihrem Verhalten, zum Nachdenken gebracht.

Die Spannung bleibt von Anfang bis zum Ende erhalten und findet mehrere Höhepunkte. Die Umgebung und die Handlungen wurden nicht zu Umfangreich beschrieben und alle Szenen waren wichtig für die Geschichte und entweder mit Aktion versehen, interessant oder gruselig.

Fazit:

Gleich zu beginn konnte mich die Geschichte überzeugen. Während es spannend anfängt, bleibt es das auch weiterhin. An manchen Stellen habe ich kurz gedacht, ich lese gerade einen Thriller und keinen Krimi. Alle Szenen sind spannend oder interessant und ich habe mich zu keinem Zeitpunkt gelangweilt. Das Buch bringt viele Eindrücke über den Wohnungsmarkt mit sich und hat mich sehr zum Nachdenken angeregt und erschrocken.

Die Protagonisten haben mir alle durchweg gefallen, auch wenn mir gerade die Hauptcharaktere etwas zu fremd geblieben sind, da dies Band 6 einer Reihe ist, aber dennoch der erste Teil den ich lese.

Zu dem Ende habe ich noch nicht viel gesagt und ich kann auch nur soviel sagen: Es hat mich auf jeder Seite einfach nur überrascht und echt begeistert. Mit diesem Ende ist nur schwer zu rechnen. Die Autorin hat zwar Hinweise eingebaut, aber diese sehr gut versteckt.

Ich fand das Buch an manchen Stellen etwas kompliziert, bezüglich der Stiftung, aber das hat meinem Lesevergnügen keinen Abbruch geliefert.

Abschließend möchte ich noch sagen, dass mich diese Geschichte so begeistert hat, wie schon lange kein Krimi mehr. Ich bin über die Seiten geflogen und wurde nur an die Geschichte gefesselt und somit kann diesen Krimi nur jedem Empfehlen!

Zum Verlag:

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