Als die Nacht begann*

Klappentext:

Ein mysteriöser Fall für Jan Tommen und sein Ermittlerteam von Bestsellerautor Alexander Hartung.

Als auf der Friedrichstraße in Berlin eine Studentin auf offener Straße erschossen wird, ist die Kripo in höchster Alarmbereitschaft. Das zufällig am Tatort aufgenommene Video eines Touristen stellt Jan Tommen und sein Team vor ein Rätsel. War es ein Heckenschütze, der sein Ziel willkürlich ausgewählt hat, oder gab es eine Verbindung zum Opfer?

Auf der Suche nach einem Motiv tauchen Jan und seine Freunde in das Leben der jungen Frau ein, doch es findet sich keine verwertbare Spur. Dann wird am Tegeler See ein Mann auf einer Parkbank gefunden, der ebenfalls aus der Ferne getötet wurde.

Meinung:

„Als die Nacht begann“ ist der nun siebte Fall von Jan Tommen. Für mich ist es das erste Buch der Thriller Reihe, aber auch das erste von dem Autor. Das Cover begeistert sofort, passt sehr gut zu den anderen Teilen und auch der Klappentext verspricht Spannung. Leider hat mir dieser Thriller mit der Zeit leider immer schlechter gefallen und Seite um Seite kam der ein oder andere Grund dazu.

Aber nun erst einmal worum geht es in dem Buch? Eine junge Frau wird auf offener Straße von einem Heckenschützen erschossen und das wirft natürlich Fragen auf. Jan Tommen und sein Team machen sich auf die Suche nach dem Täter, doch anstatt eine Spur zu finden, tappen sie zunehmend im dunkeln und finden kein Motiv. Nachdem ein Mann das gleiche Schicksal erleidet wie die junge Frau, findet sich alles andere als eine Verbindung und somit kommen die Ermittler keinen Schritt weiter. Wo versteckt sich die Verbindung zwischen den beiden Opfern?

Wie schon erwähnt klingt der Klappentext spannend, auch wenn dieser nur wenig von der Geschichte Preis gibt und sich wie jeder andere Thriller und Krimi auch anhört. Für mich war es das erste Buch von dem Autor und auf den ersten Seiten wurde ich auch noch von der Geschichte gepackt und wollte gerne weiter lesen. Nach und nach habe ich jedoch einen Dämpfer bekommen.

Die Reihe dreht sich um den Ermittler Jan Tommen. Dieser steckt gerade mitten in Hochzeitsvorbereitungen, als der nächste Fall ihn in beschlag nimmt. Doch Jan Tommen ermittelt nicht alleine, sondern hat Kollegen und Freunde an seiner Seite, die in anderen Abteilungen oder Berufen arbeiten und an andere Stelle an dem Fall ermitteln. Von Jan Tommens Privatleben bekommt der Leser in Band 7 nur wenig mit und auch die anderen Charaktere bleiben mit ihrem Privatleben eher Fremd. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass sich die Geschichte nicht nur um Jan Tommen, sondern mindestens zu gleichen Teilen um seine drei Freunde dreht und das hat mich etwas verwirrt.

Die einzelnen Szenen sind kurz geschrieben und wechseln häufig. Es ist auch sehr häufig der Fall, dass Jan nicht zentral in einer Szene mitspielt. Mir ist aufgefallen, dass des Öfteren Kapitel oder Abschnitte mit einer Szene begonnen werden, in denen Chandu etwas kocht. Eine gute Abwechslung, mit toll eingebauten Gerichten, aber für mich hat es leider nicht in die Geschichte gepasst und hat Jan nochmal mehr die Hauptrolle gestohlen. Wie schon erwähnt ermittelt Jan nicht alleine und bekommt Unterstützung von drei Freunden. Nach und nach hatte ich immer mehr das Gefühl, das die Leistungen der anderen die von Jan übersteigen und sie einen größeren Teil zu dem Auflösen der Geschichte bei tragen und Jan einfach nur das Bindeglied der Gruppe ist.

Ein weiterer Großer Aspekt, der mir leider negativ in dem Buch aufgefallen ist, ist die Methode mit denen an Beweise gelangt wird. Ich möchte das an keinem genauen Bespiel festmachen, aber ich kann soviel sagen, dass wenn es keinen legalen Weg gibt, eben illegal gehandelt wird. Das kommt vielleicht mal öfter in Krimis und Thrillern vor, jedoch fand ich es in diesem Buch irgendwie unangenehm und zu häufig. Außerdem wurde das ganze viel zu einfach gestaltet, bei Dingen die ich mir komplizierter vorstelle. Das hat mir das Gefühl vermittelt, als würde der Autor versuchen Hauptsache irgendwie an die Lösung zu kommen.

Nachdem ich etwas zu der Gestaltung gesagt habe, möchte ich auch kurz nochmal auf den Inhalt eingehen. Der Klappentext verrät nicht viel über die Geschichte. Auch ich werde da nicht viel mehr zu sagen, jedoch hat mir der Verlauf nicht gefallen und hat mich schnell gelangweilt. Die Wendung am Ende war nicht schlecht, aber leider konnte mich diese nicht mehr überzeugen und meine Meinung zum Buch umstimmen.

Trotz der vielen Mängel an Inhalt und Gestaltung, lässt sich das Buch sehr angenehm lesen und ich bin schnell durch das Buch gekommen.

Fazit:

Leider konnte mich das erste Buch das ich von dem Autor lesen in vielen Punkten nicht überzeugen. Der siebte Fall der Reihe war leider zum einen Inhaltlich nicht so ganz mein Fall, aber auch die Gestaltung konnte mich nicht ansprechen. Ich finde es irritierend, dass die Reihe als ein Jan Tommen – Thriller betitelt wird, jedoch seine Freunde mindestens, wenn nicht sogar mehr, dazu beitragen, dass der Fall gelöst wird. Die Charaktere sind mir beim lesen Fremd geblieben, allen voran Jan Tommen und die Szenen in denen Chandu kocht, haben mich irgendwie aus den Thriller gerissen und waren für mich (gerade wegen der Häufigkeit) fehl am Platz. Mit Gesetzen und Vorschriften wird es in dem Buch nicht so ganz genau genommen und die einzige Möglichkeit um in dem Fall Beweise zu finden, ist es etwas illegales zu unternehmen. Dadurch hat der Thriller bei mir die Ernsthaftigkeit und Glaubwürdigkeit verloren und ich hatte zunehmend das Gefühl, dass der Autor mit allen Mitteln versucht in die richtige Richtung des Endes zu schlittern.

Ich weiß noch nicht ob ich einem weiteren Buch des Autors eine Chance geben werde, denn potenzial ist da und vielleicht sprechen mich die anderen Bücher mehr an. Für mich war dieser Band jedoch leider ein Fehlgriff.

Zum Buch:

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