Sterbekammer*

Band 4: Mordsand –>

Klappentext:

Dunkel ragt die Silhouette der Deichmühle in den Himmel. Es ist ein unheimlicher Ort, an den sich der alte Josef Hader vor vielen Jahren zurückgezogen hat. Als die Polizistin Frida Paulsen dort eines Nachts die Leiche des Eigenbrötlers entdeckt, ist das nicht ihr einziger grausiger Fund: Unter einer Bodenklappe verbirgt sich eine spärlich möblierte Kammer, die Schreckliches erahnen lässt. Am Bettpfosten hängen die Überreste einer Metallkette, und auf der stockfleckigen Matratze liegt ein Sommerkleid, das Fridas Kollegen Bjarne Haverkorn nur allzu bekannt vorkommt. Vor zehn Jahren verschwand in der Marsch eine junge Frau, von ihr fehlt bis heute jede Spur …

Meinung:

Die Reihe um Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn gefällt mir sehr gut und deswegen war es an der Zeit zu Band 3 zugreifen. Im Februar erscheint Band 4 und darauf möchte ich bestens vorbereitet sein!

Durch einen Zufall findet Frida Paulsen Nachts den alten zurückgezogen lebenden Mühlenbauer Josef Hader in der alten Deichmühle. An dem unheimlichen Ort macht Frida jedoch noch eine weitere Entdeckung. Sie findet eine versteckte Kammer, die ein sehr ungutes Gefühl bei Frida hinterlässt. Mit ihrem Kollegen Bjarne Haverkorn, zieht sie die Verbindung in die Vergangenheit, zu einer vor 10 Jahren verschwundenen Jungen Frau…

Der Einstieg ist mir leicht gefallen und es hat mich gefreut Frida und Bjarne wiederzusehen. Die Geschichte hält sich nicht mit langweiligen Szenen auf, sondern kommt gleich zur Sache. Das verschwinden der jungen Frau ist erst der Anfang von etwas grausamen. Durch den Fund der Kammer kommt der Fall aus der Vergangenheit ins Rollen, wenn auch nur sehr langsam. Ich war sehr gespannt, wie die Geschichte weitergeht, nachdem der alte Mühlenbauer verstorben ist und der Ausgang der Geschichte in keinem guten Stern steht. Was die Autorin daraus gemacht hat, hat mir umso mehr gefallen.
Ich habe sehr lange im dunkeln getappt. Frida Paulsens und Bjarne Haverkorns Privatleben, findet auch ihren Platz in der Geschichte und trägt dazu bei, dass die beiden dem Leser näher kommen und mir sind die beiden auf ganzer Linie sympathisch. Ich freue mich schon darauf noch weitere Bücher mit den beiden zu lesen, auch wenn ich etwas bange habe, wie es mit Bjarne in den nächsten Bänden weitergehen wird, aber der nächste Fall ist erstmal gesichert 😉 Die Gestaltung des Privatlebens nimmt doch schon einigen Platz ein und schmälert etwas die Spannung. Für richtige Spannungsjunkies ist das Buch vielleicht nichts, aber wenn man eine Krimireihe sucht, mit sehr sympathischen Charakteren mit denen man nach und nach eine Bindung aufbaut, ist man bei der Reihe genau richtig.

Wie schon erwähnt wird die Spannung von dem Privatleben von Frida und Bjarne etwas kleiner gehalten und manchmal wirkt das Buch etwas in die länge gezogen. Dennoch haben die Szenen genau ihren richtigen Platz in der Geschichte und die Gestaltung gefällt mir sehr gut. Der etwas negative Aspekt wird jedoch mit der Geschichte am Ende gänzlich überspielt. Die Geschichte von der vor zehn Jahren Verschwundene Frau hat mich nicht kalt gelassen. Während die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Frida und Bjarne erzählt wird, finden sich in Band 3 auch , wie ich es nennen würde, gedankliche Tagebuch Einträge von der jungen Frau. Der Einblick hat mir sehr gut gefallen und der Schreibstil von Romy Fölck hat mich jedes mal sehr angesprochen. Die Ermittlungen treten zunächst auf der Stelle und drehe sich im Kreis. Längere Zeit wurde ich von der Autorin etwas an der Nase herum geführt, aber noch vor der Auflösung bin ich dahinter gekommen. Mich hat die Auflösung somit nicht gänzlich überrascht. ABER: So einfach wie die Lösung scheint, war es dann doch nicht und die Autorin konnte mich zum Ende nochmal an die Geschichte fesseln. Ich habe die letzten Seiten förmlich inhaliert und konnte einfach gar nicht mehr aufhören zu lesen. Ich war am Anfang etwas skeptisch, was sich auf 400 Seiten aus der Geschichte rausholen lässt und ich wurde überzeugt. Mit Herzklopfen und mit fiebern habe ich die letzten hundert Seiten gelesen.

Fazit:

Nach den ersten hundert Seiten war ich zunächst etwas skeptisch, ob die Geschichte spannend weiter geht. Das Privatleben von Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn bekommen ihren Platz in der Geschichte und werden sehr ausführlich gestaltet. Das schmälert an manchen Stellen vielleicht die Spannung und zieht die Geschichte etwas in die länge, aber dadurch kommt der Leser den beiden sehr Nahe und das gefällt mir sehr an der Reihe. Der abstieg der Spannung wird am Ende mit einer sehr Spannenden Auflösung nochmal gehoben. Das Ende konnte mich überraschen und begeistern und hat mich sehr an die Geschichte gefesselt. Ich habe schon vor der Auflösung eine kleine Ahnung gehabt, lag aber nicht zu hundert Prozent richtig. Für mich ist der dritte Band der beste bisher. Ich mochte die Einschnitte in das Privatleben der beiden und auch die Geschichte hat mich unerwartet getroffen.

„Sterbekammer“ ist vielleicht nicht der spannendste Krimi und auch die Story ist weder besonders kompliziert, noch im hohen Maße schockierend, aber ich kann das Buch an alle Empfehlen, die sich bis jetzt angesprochen fühlen!

Ich bin sehr gespannt wie es mit den beiden weiter geht und welche Fälle noch auf die Leser wartet!

Zum Verlag:

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