Auf sieben Beinen*

Klappentext:

Franzis Angst vor Hunden ist riesengroß, hat sie doch vor über zehn Jahren durch einen
Hundebiss ihren Unterschenkel verloren. Seither quält sie ihre Unsicherheit und sie hat
sich der Liebe verschlossen. Zu groß ist die Angst vor einer Zurückweisung.
Als dann der lebensfrohe Jan in ihr Leben platzt, spürt sie, wie sehr sie sich bereits in ihr
Schneckenhaus zurückgezogen hat. Dabei ist er genau das, wonach sich Franzi schon
so lange sehnt…
Es gibt nur zwei Probleme, die zwischen ihr und ihrem Liebesglück stehen: Er darf auf
keinen Fall von ihrer Behinderung erfahren! Und – Jans bester Freund hat nicht nur
seidenweiches Fell, sondern hat auch ganz schön scharfe Zähne…

Meinung:

Ich bin ein totaler Hundemensch und habe auch schon seit fast 7 Jahren einen vierbeinigen Begleiter an meiner Seite, deswegen konnte das Buch gleich mein Interesse gewinnen und ich habe mich auf ein paar entspannte und kuschelige Lesestunden gefreut.

„Auf sieben Beinen“ ist der Debüt Roman der Autorin Fine Sturm. An manchen Stellen mag das vielleicht auffallen, aber mir hat die Liebesgeschichte von Franzi und Jan sehr gefallen. Franzi hat vor über zehn Jahren ihren linken Unterschenkel verloren. Grund dafür war ein Hundebiss und seitdem hat sie große Angst vor Hunden. Ihre Behinderung versteckt sie vor ihren Mitmenschen und so kommt es, dass die Liebe bei ihr keine Chance hat, bis sie Jan trifft. Es scheint alles perfekt, doch Jan darf ihre Behinderung nicht herausfinden und auch Jans bester Freund und treuer vierbeiniger Begleiter, stellt sie vor eine große Herausforderung.

Mit dem Einstieg ins Buch erlebt der Leser gleich die schreckliche Vergangenheit von Franzi und danach musste ich erst einmal aufatmen. Danach macht die Geschichte zeitlich einen großen Sprung. Nach und nach wird deutlich mit welchen Schwierigkeiten sich Franzi durch ihre Behinderung auseinandersetzten muss. Das hat ihren Charaktere und ihre Handlungen geprägt. Sie begegnet anderen Menschen ruppig und eher unfreundlich. Auch Jan bekommt das gleich zu spüren. Franzi ist ein eher schwieriger Charaktere und spricht nicht jeden Leser an. Ich konnte ihr Verhalten auf der einen Seite verstehen, auch wenn ich an manchen Stellen etwas genervt war. Mir hat Franzi im allgemeinen mit Ihrer Art und allem anderen aber sehr gefallen und sie ist mir ans Herz gewachsen. Jan tat mir an vielen Stellen sehr leid, aber er lässt sich von der ruppigen Art von Franzi nicht unterkriegen und Franzi muss den ein oder anderen Konter einstecken. Die „Auseinandersetzungen“ von den beiden ist zwar auf der einen Seite eher schwierig zu bewerten, jedoch hat mir die Gestaltung gefallen und dadurch hat die Geschichte auch einen witzigen Touch. Das hat mir in der Geschichte sehr gut gefallen. Die Autorin hat es vermehrt geschafft mich zum Schmunzeln zu bringen, sei es bei den Begegnungen zwischen Franzi und Jan, die Szenen mit dem moppeligen Vierbeiner von Jan oder das Verhalten von Franzis Eltern und ihrer besten Freundin Kicki. Die Geschichte ist nur aus der Sicht von Franzi geschrieben und so hat mir an manchen Stellen sehr der Draht zu Jan gefehlt und ich konnte ihn erst sehr lange nicht Einschätzen, dass hat sich aber mit dem Verlauf der Geschichte sehr gut gelegt. Im Allgemeinen wurde die Geschichte sehr abwechslungsreich Gestaltung. Auf der einen Seite hat mich das Buch zum Nachdenken angeregt und auf der anderen Seite war es eine schwierige, aber schöne und witzige Liebesgeschichte. Dadurch wurde das Buch für mich auf keiner Seite langweilig.

Beim lesen sind mir nicht nur Franzi und Jan ans Herz gewachsen, sondern natürlich auch Hansi, der vierbeinige Freund von Jan. Mit seiner Art kann man ihn einfach nur lieben. Ich bin ein totaler Hundemensch und deswegen habe ich mich über jede Szene gefreut in der auch Hansi ein Teil war. Hansi findet genau den richtigen Platz in der Geschichte und kommt an keiner Stelle zu kurz. Das Buch ist für alle Tier-/Hundeliebhaber, aber auch für diejenigen, die vielleicht genau wie Franzi, große Angst vor Hunden haben.

Die fast 400 Seiten des Buches wurden sehr gut gefüllt und ich war auf keiner Seite gelangweilt. Ich habe das Buch sehr schnell durchgelesen und konnte es oft einfach nicht aus der Hand legen. In der Geschichte passieren sehr viele Dinge, an denen Franzi wächst und mir hat ihre Entwicklung in dem Buch, die authentisch geschrieben wurde, sehr gefallen. Je weiter die Geschichte dem Ende näher kommt, desto mehr Überraschungen hält die Autorin für den Leser bereit.

Ich schreibe von dem Buch aus den höchsten Tönen und es hat mir auch sehr gut gefallen und ich werde die Geschichte so schnell nicht wieder vergessen, dennoch habe ich auch ein paar Kritikpunkte. Die Begegnungen von Franzi und Jan waren mir an manchen Stellen einfach zu Zufällig. Jedes mal wenn Franzi aus dem Haus geht trifft sie irgendwo auf Jan. Bei einer Szene wurde mir auch ein Augenrollen entlockt. Das trifft jedoch nur für den Anfang der Geschichte zu und bessert sich mit dem Verlauf der Geschichte. Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen und ich hatte zu keinem Zeitpunkt Schwierigkeiten. Manche Ausführungen haben sich aber etwas gehäuft. So stottert Franzi zum einen sehr oft und zum anderen spricht sie sich selber viel Mut zu, was mir an manchen Stellen eher in eine aggressivere Richtung ging.

Fazit:

Ein für mich sehr gelungener Debüt Roman der Autorin Fine Sturm. Trotz einer paar Schwächen in der Gestaltung, konnte mich die Geschichte ganz für sich gewinnen. Franzi ist eine tolle Protagonistin, die mit ihrer Behinderung zu kämpfen hat und sich vor ihren Mitmenschen versteckt, aber eine sehr tolle und authentische Entwicklung durchmacht. Auch wenn Jan mir zunächst beim lesen etwas fern geblieben ist, ist auch er mir im Laufe der Geschichte ans Herz gewachsen. Hansi spielt in dem Buch eine große Rolle und das wurde im richtigen Maße und an den richtigen Stellen toll umgesetzt. Viele Szenen mit Hansi, aber auch die anderen, haben mich oft zum Schmunzeln gebracht und Herzklopfen ist nicht ausgeblieben. Ein Kritik Punkt habe ich bei den Begegnungen von Franzi und Jan, die ich oft etwas zu Zufällig fand, da Franzi jedes mal auf Jan trifft, wenn sie ihre Wohnung verlässt. Zudem war ich nicht immer zufrieden mit der Wortwahl der Autorin. Dennoch hat mir die Geschichte im gesamten sehr gut gefallen und ich kann sie wärmstens Empfehlen.
Ich würde das Buch aber keinem Leser empfehlen der schnell genervt von schwierigen Protagonisten ist. Franzi hat aufgrund ihrer Vergangenheit einen schwierigen Charaktere und das wird beim Lesen deutlich. Ich habe damit beim Lesen eigentlich keine Probleme und so war es auch bei diesem Buch.
Ich bin sehr gespannt auf die nächsten Bücher der Autorin!

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