Mord mit Puderzucker*

Klappentext:

Thekla, Hilde und Wally unter Wölfen, Borkenkäfern und Naturschützern.

Herrschaftszeiten! Bei einem Ausflug ins Nationalparkzentrum Lusen entdecken die drei rüstigen Damen Thekla, Hilde und Wally in einer Baumkrone einen Toten. Doch damit nicht genug: Der Mann ist niemand anderes als der neue Partner von Wallys Tochter Christina. Schon sind die drei Freundinnen mittendrin in wilden Ermittlungen im dunklen Bayerwald – und in großer Gefahr.

Meinung:

Das Buch ist eine Fortsetzung einer Reihe, für mich jedoch der erste Teil und ich war sehr gespannt was mich erwartet. Drei „rüstige“ Damen Thekla, Hilde und Wally ermitteln auf eigene Faust und versuchen die Wahrheit hinter Todesfällen aufzudecken. In „Mord mit Puderzucker“ machen die drei den schrecklichen Fund. Der neue Freund von Wallys Tochter Christina befindet sich Tod in einer Baumkrone.

Bei dem Buch habe ich auf ein etwas anderen Krimi gehofft. Mit drei Damen, die sich nicht um konventionelle Ermittlungsmethoden scheren und auf den Leser mit der ein oder anderen Szenen wartet die zum Schmunzeln anregt, aber auch einen spannenden Fall, der Überraschungen bereit hält. Leider haben sich meine Hoffnungen nicht erfüllt.

Gleich zu Beginn habe ich recht schnell festgestellt, dass ich leider kein Fan von der Beziehung zwischen den drei Frauen bin. Für mich ist es zwar der erste Band und deswegen ist es für mich schwer über die Entwicklungen und den tieferen Beziehungen der drei genaueres zusagen, aber ich habe mich gefragt wie die drei es geschafft haben solange in so engem Kontakt zu bleiben. Die drei können unterschiedlicher nicht sein. Die eine ist eigenwillig und sagt ihre Meinung gerade heraus, die andere ist ruhiger und ordnet sich eher unter. Auch wenn die unterschiede zunächst nicht gleich schlecht sind, kritisieren sich die drei Damen gegenseitig, auch wenn vieles eher in Gedanken bleibt und nicht ausgesprochen wird. Dennoch fand ich das Verhalten und die Gedanken eher fragwürdig und unpassend.

Der gefundene Tote ist der neue Freund von Wallys Tochter Christina und somit wird es ein sehr persönlicher Fall für Wally und das Buch hat eine sehr persönliche Seite. Leider hat die persönliche Seite einen sehr großen Teil in dem Buch eingenommen. Während die Geschichte im allgemeinen schon seine Zeit gebraucht hat, bis es zu dem Fund der Leiche kommt, so lässt auch die Spannung eher länger auf sich warten. Sehr lange lässt sich das Buch eher in die Richtung eines Familiendramas einordnen. Auch die Ermittlungen wurden erst kurz vor dem Ende spannend.

Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen und die Beschreibungen sehr ausführlich. An dem Schreibstil habe ich nichts auszusetzen, jedoch konnte mich die Wahl an manchen Stellen, bezogen auf die Gedanken und die Handlungen der Protagonisten, nicht Ansprechen. Mir wurden dazu auch die Protagonisten leider unsympathisch.

Nachdem die Spannung recht lange auf sich warten hat lassen, hat sich das Warten am Ende jedoch gelohnt. Es wurde spannend und das Ende kam schlag auf schlag. Auch mit der Auflösung habe ich zu keinem Zeitpunkt gerechnet.

Fazit:

Drei „rüstige“ Damen ermitteln an einem neuen Mordfall, der dieses mal sehr nah bei der Familie von Wally liegt. Der neue Freund von Wallys Tochter Christina wird tot in der Baumkrone gefunden und natürlich lassen es sich die drei Damen nicht nehmen Licht ins Dunkeln zu bringen.

Ich habe auf einen mal anderen Krimi zu freuen, mit drei Damen die sich nicht aufhalten lassen und auch auf amüsante Szenen. Leider hatte ich die falschen Erwartungen an dem Buch.

Die Beziehung der drei ist mir gleich als erstes ins Augen gefallen. Die drei sind sehr Unterschiedlich, was jedoch nicht gleich schlecht ist, aber leider haben kritisieren die drei sich gegenseitig, auch wenn viele Gedanken unausgesprochen bleiben. Auch die Wahl andere Gedanken und Handlungen und deren Gestaltung haben mir die Protagonisten eher unsympathisch gemacht.

Der Verlauf der Geschichte nimmt nur sehr langsam fahrt auf und da der Tote der neue Freund von Wallys Tochter ist, hat das Buch für mich eher einem Familiendrama geglichen, als einen Krimi. Dennoch hat die Geschichte zum Ende hin eine gute Spannung angenommen, welches für mich aber leider nicht den gesamt Eindruck des Buches steigen konnte.

Ich bin mit den falschen Erwartungen an das Buch gegangen, aber auch die Protagonisten so wie der Verlauf konnte mich nicht überzeugen. Dennoch möchte ich das Buch nicht gänzlich negativ sprechen. Jemand der einen eher ruhigen Krimi erwartet und sich auch mit einem Familiendrama angesprochen fühlt, kann bei dem Griff zu dem Buch durchaus richtig liegen. Zudem kann ich mir sehr gut vorstellen, dass es eine wichtige Rolle spielt die Protagonisten ab dem ersten Band der Reihe kennenzulernen und zu verfolgen und nicht mit diesem Teil einzusteigen.

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