Die siebte Zeugin*

Klappentext:

An einem Sonntagmorgen wie jeder andere auch verlässt der Verwaltungsbeamte Nikolas Nölting sein Haus in Berlin-Charlottenburg. Er winkt seiner kleinen Tochter zu, schwingt sich aufs Fahrrad und fährt zu einer Bäckerei. Dort schießt er plötzlich aus heiterem Himmel und ohne Vorwarnung um sich. Ein Mensch ist tot, zwei weitere verletzt – und Nikolas Nölting schweigt.
Nöltings Anwalt Rocco Eberhardt steht vor einem Rätsel: Welches Motiv könnte der unauffällige Familienvater für eine solche Tat gehabt haben? Das Ganze erscheint völlig sinnlos – bis der Rechtsmediziner Dr. Justus Jarmer eine überraschende Entdeckung macht, die Rocco Eberhardt mitten in einen Sumpf aus Korruption, Geldwäsche und Clan-Kriminalität führt. Doch wer sich mit der Unterwelt von Berlin anlegt, bringt nicht nur sich selbst in größte Gefahr …

Meinung:

Für mich war das Buch das erste Buch aus dem Genre „Justiz-Krimi“ bzw. eines welches deutlich danach gekennzeichnet wurde. Auch der Klappentext hört sich sehr vielversprechend an.
Ein Familienvater geht an einem Sonntag wie jede Woche aus dem Haus und macht sich auf den Weg zum Brötchen holen. Sein Ziel ist die Bäckerei, doch sein Plan ist ein anderer. Plötzlich schießt er in der Bäckerei um sich, verletzt zwei Menschen und trifft einen Mann tödlich. Zu den Gründen schweigt der Familienvater Nikolas Nölting, doch sein Anwalt Rocco Eberhardt lässt nicht locker und versucht hinter das Geheimnis zukommen und hat auch den Rechtsmediziner Dr. Justus Jarmer zur Hilfe.

Die Idee hat mich direkt angesprochen, aber auch auf die Umsetzung war ich sehr gespannt. In dem Krimi geht es nicht darum herauszufinden wer der Täter ist und was passiert ist. Das ist für den Leser und auch für die Protagonisten im Buch klar, der Schwerpunkt musste also auf eine andere Stelle gelegt werden und das wurde sehr gut Umgesetzt. Das mit Rätsel blieb bei mir beim lesen nicht aus und es warten die ein oder anderen Überraschungen auf den Leser.

Die Geschichte startet ohne Umschweifen direkt an dem Sonntagmorgen mit der schrecklichen Szene. Ich fand die Szene gleich zu Beginn toll gestaltet und umgesetzt und das ganze hat sich auch durchweg durch das Buchgezogen. Der Schreibstil war für mich direkt angenehmen zu lesen und auch die Gestaltungen im allgemeinen waren weder zu ausführlich, noch hat für mich etwas gefehlt. Was mir schnell positiv aufgefallen ist, ist der Umfang in dem das private Leben der Protagonisten beschrieben wurde. Und zwar waren diese nur kurze Einschübe in die Geschichte, die nicht von der Zentralen Geschichte ablenken, noch langweilig waren, sondern eher dem Leser die Protagonisten im richtigen Maße näher gebracht haben. Das Buch hat sehr viele kurze Geschichte. Dadurch fand ich das Buch sehr temporeich, gerade weil auch zwischen vielen Perspektive gewechselt wird. Dennoch hat mir an keiner Stelle etwas gefehlt.

Mir haben die Protagonisten, gerade Rocco Eberhart sehr gut gefallen. Rocco Eberhart arbeitet engagiert und fokussiert und lässt sich so schnell nicht unterkriegen. So mit komme ich aber auch schon zu meinem ersten kleinen Kritikpunkt, aber auch den letzten. „Die siebte Zeugin“ ist der Auftakt einer Reihe rund um Rocco Eberhart und Dr. Justus Jarmer. Dr. Justus Jarmer ist mir aber dann doch etwas zu kurz gekommen. Zwar trägt er einen zentralen Teil zur Aufklärung bei, jedoch spielt das ganze für mich eher im Hintergrund und wirklich viel mit seiner Arbeit hatte es im Endeffekt auch nicht zu tun und auch im allgemeinen hat er für mich eher unspektakuläre Arbeit geleistet.

Die Umsetzung des Justiz Krimis fand ich sehr toll und es war mal ein anderer Einblick für mich als Krimi Fan. Obwohl im Nachhinein vielleicht nicht so viel actionreiches und spannendes passiert ist, konnten mich die beiden Autoren trotzdem an die Geschichte fesseln. Fasst über das ganze Buch hinweg habe ich spekuliert und auch am Ende stand der Leser vor einer, wie ich finde, sehr interessanten moralischen Frage, über die man sich automatisch Gedanken macht. Die ein oder andere spannende, überraschende und actionreiche Szene hat warten trotzdem auf den Leser!

Fazit:

Ich war sehr gespannt auf die Gestaltung und den Verlauf der Geschichte, denn der Zentrale Teil eines Krimis, die Frage wer der Täter ist, war hier für den Leser, aber auch für die Protagonisten in dem Buch klar. Dennoch fand ich das ganze Buch durchweg gelungen und die Umsetzung hat mich sehr angesprochen. Die Beschreibung „Justiz-Krimi“ passt hier sehr gut, denn die Geschichte spielt sich sehr viel in einem Gerichtssaal ab, aber auch nicht die ganze Zeit. Mir hat das Buch durchweg sehr gut gefallen und durch die vielen kurzen Kapiteln und die vielen Perspektive Wechsel, hat das Buch ein schnelles Tempo bekommen, aber es gibt auch neue und andere Einblicke für den Leser. „Die siebte Zeugin“ ist der Auftakt einer Reihe rund um den Strafverteidiger Rocco Eberhardt und den Rechtsmediziner Dr. Justus Jarmer. Der Rechtsmediziner ist mir in dem Buch leider an manchen Stellen etwas zu kurz gekommen. Positiv ist mir aber auch die Gestaltung rund um das privat Leben der Protagonisten gefallen, welches genau im richtigen Maße in die Geschichte eingebaut wurde.

Die Geschichte wartet mit einem kleinen fiesen Ende auf den Leser, der in mir schon die Vorfreude auf den nächsten Teil geweckt hat, der aufjedenfall von mir gelesen wird!

Der Justiz Krimi ist mit der Gestaltung der Geschichte vielleicht nicht für jeden etwas und jeder Leser muss für sich entscheiden ob es einen anspricht. Ich kann das Buch aber aufjedenfall nur empfehlen und finde jeder sollte mindestens einmal in das Buch reingelesen haben!

Zum Verlag:

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