Cold Case – Das gezeichnete Opfer*

Klappentext:

Nebel liegt über Südschweden, als bei einem Leuchtturm eine der provokantesten Künstlerinnen des Landes tot aufgefunden wird. An ihrer Leiche finden sich Spuren einer einzigartigen Sorte Lehm, der einen COLD CASE wieder in den Fokus rückt: Vor 15 Jahren wurde der junge Pianist Max Lund auf brutale Weise ermordet. Am Opfer fand man damals das gleiche Material. Tess Hjalmarsson ermittelt unter Hochdruck. Sie muss die Verbindung zwischen den Opfern finden, um einen nächsten Mord zu verhindern …

Meinung:

Es ist noch gar nicht so lange her das ich Band 1 der Cold Case Reihe gelesen habe. Band 1 hat mir recht gut gefallen und deswegen habe ich mich schon auf Band 2 gefreut. Leider hat mich Band 2 dann aber viel weniger angesprochen als erhofft.

An einem Leuchtturm wird die Leiche einer Künstlerin entdeckt, die durch ein spezielles Kunstwerk zu Aufmerksamkeit gelangt ist. Spuren einer einzigartigen Sorte Lehm werden an ihrer Leiche gefunden und dadurch findet sich eine Verbindung zu einem unerklärlichen Todesfall von vor 15 Jahren. Der junge Pianist Max Lund wurde brutal ermordet, aber die Wahrheit um seinen Todesfall konnte nie aufgedeckt werden.

Das Buch startet mit ein Blicken in die Vergangenheit und kommt auch gleich zu dem ungeklärten Todesfall von Max Lund. Auch im Laufe der Geschichte gibt es weiterhin Szenen aus der Vergangenheit, die jedoch keine Antworten bieten. Dazu gibt es auch Szenen mit der Überschrift „Die Ehefrau“. Welche Verbindung diese Szenen mit dem Mordfall zutun haben, war für mich schnell klar, aber dadurch wird dennoch nichts verraten. Ich habe beim lesen immer versucht Hinweise auf den Täter zu finden, was sich aber als äußerst schwierig erwiesen hat. Die Gestaltung ist der Autorin sehr gut gelungen und das hat die Geschichte abwechslungsreicher und spannender gemacht.

Das wiedersehen mit Tess Hjalmarsson fand ich zunächst sehr gut, jedoch wurde es sehr schnell sehr persönlich und somit komme ich auch schon zu meinem ersten und größten Manko an dem Buch. Tess ist lesbisch, was ich an sich sehr gut finde, aber die persönlichen Schwierigkeiten, mit denen Tess zu kämpfen hat, nehmen doch einen sehr großen Teil in dem Buch ein. So ist es der Kinderwunsch mit dem sie sich auseinander setzt, ihre Ex-Freundin und das Näher kommen mit einer neuen Partnerin. Alle Aspekte sind für sich sehr wichtig um der Ermittlerin näher zu kommen, aber vom Gefühl würde ich sagen, dass es fast die Hälfte von dem Buch ausgemacht hat und das fand ich einfach unpassend und störend. Dadurch wurde die Aufklärung der Todesfälle in den Hintergrund gerückt und wurde für mich dadurch recht langweilig. Für mich dient das Privatleben der Ermittlerin in dem Band eher dazu um das Buch zu füllen und irgendwie Inhalt in einen doch recht langweilig Fall zu bringen, der viel auf der Stelle tritt.

Wie schon erwähnt ist der Fall um die Todesfälle recht langweilig und tritt sehr viel auf der Stelle. Das schwierige Vorankommen ist bei Cold Case fällen zwar nicht unüblich, aber mir hat hier deutlich das Gewisse etwas gefehlt. Es fehlten interessante Aspekte und die Ermittlungen waren für mich langweilig und zäh. Die erste Hälfte habe ich noch sehr gerne gelesen und bin auch schnell durch das Buch gekommen. Vor allem der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und hat seinen Teil beigetragen. Leider habe ich mich dann aber erwischt wie die Lust, nach dem Buch zu greifen und weiter zu lesen, immer weniger geworden ist und darum habe ich das Buch etwas bei 300 Seiten zur Seite gelegt und war für mich am überlegen ob ich das Buch noch beenden möchte oder nicht. Ich habe mich dann aber doch noch dafür entschieden und habe das Buch nach einer langen Zeit beendet. Das Ende konnte mich nochmal ein klein wenig überraschen und ich habe mit dem Ausgang zu keinem Zeitpunkt gerechnet. Trotzdem konnte es das Ende für mich nicht mehr herausreißen.

Fazit:

Ich habe Band 1 recht gerne gelesen und ich habe mich auf das Lesen des zweiten Bandes gefreut. Leider wurde ich von dem Buch enttäuscht. Die Gestaltung der Geschichte war von der Autorin gut gewählt. Die Vergangenheit von Max Lund findet neben Szenen mit der Überschrift „Die Ehefrau“ seinen Platz in der Geschichte. Die Ermittlungen werden nur aus der Sicht von Tess Hjalmarsson beschrieben. Das Privatleben von Tess nimmt einen sehr großen Platz in dem Buch ein. Sie ist lesbisch und ich finde die Schwierigkeiten, denen sie sich Stellen muss, haben einen viel zu großen Teil in dem Buch ausgemacht. Das hat mich zu stark von dem Fall abgelenkt, der sowieso schon nicht sehr spannend und interessant war. Häufig ist es bei Cold Case Fällen so, dass die Ermittlungen recht auf der Stelle treten, sonst wären sie ja auch schon in der Vergangenheit aufgeklärt worden. So ist es auch in dem Fall, aber trotzdem erwarte ich eine gewisse Spannung, die mir hier gefehlt hat. Die Ermittlungen waren weder spannend, noch interessant. Auch wenn mir der Inhalt der Buches nicht zugesagt hat, hat mir der Schreibstil der Autorin umso mehr gefallen.

Für mich hat die Reihe hier leider höchstwahrscheinlich ihren Abschluss gefunden. Vielleicht werde ich aber mal in die gekürzte Hörbuch Fassung reinhören.

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