Ravna – Tod in der Arktis*

Klappentext:

Vardø, eine kleine Stadt weit über dem Polarkreis in der Arktis. Der Mord am reichen norwegischen Waldbesitzer Olle Trygg verstört alle, auch Ravna Persen, gerade frisch als Praktikantin bei der örtlichen Polizeidienststelle gelandet. Ravna hat keinen leichten Stand bei ihren Kollegen: Sie ist eine blutige Anfängerin, sie ist eine Frau und … sie ist Samin. Keiner nimmt sie ernst, als sie am Tatort glaubt, Hinweise auf einen samischen Hintergrund der Tat zu finden – einen Strich in der Erde. Als kurz darauf der umstrittene Kommissar Rune Thor eintrifft, um den Fall zu übernehmen, spitzen sich die Konflikte zu. Doch Ravna weiß durch ihre Urgroßmutter Léna viel über die Geheimnisse der Samen – und darüber, dass der Strich auf ein uraltes Ritual hindeutet, mit dem die Wanderseelen der Toten daran gehindert werden sollen, in die Welt der Lebenden zurückzukehren. Wer immer die Tat begangen hat, muss dieses Geheimnis kennen.

Meinung:

Ein Buch, dass schon durch das Cover tolles Arktis Feeling wecken kann. Ich war sehr gespannt ob auch der Inhalt mit dem Cover mithalten kann, aber Bedenken sind hier unbegründet. Gleich mit der ersten Seite konnte mich die Autorin mit der Gestaltung überzeugen und ich habe mich sofort in der Arktis wieder gefunden. Dieses Gefühl wurde auch bis zum Schluss nicht weniger und ich hatte zum ersten mal bei einem Buch das Gefühl nicht so ganz zurück ins Wohnzimmer zu finden. Mir hat es sehr gut gefallen das ein Ort und die richtige Zeit gewählt wurde, bei der die Sonne am Tag nur etwa eine Stunde scheint und im Laufe der Geschichte auch komplett verschwindet für zwei Monate. Obwohl ich die Gestaltung sehr toll fand und mich auch die Idee mit den Sonnenstunden sehr gefallen hat muss ich sagen, dass es für mich manchmal zu sehr untergegangen ist, dass es bei den Ermittlungen eben Dunkel war. Das ist aber nur ein kleiner Nachgeschmack und behindert das Lesevergnügen zu keinem Zeitpunkt.

Der Klappentext beschreibt den Inhalt schon sehr ausführlich. Das Buch startet gleich am Tatort. Ravna ist „nur“ Polizeipraktikantin und wird auch so behandelt. Doch nach und nach wird sie immer mehr in die Ermittlungen eingebunden und spielt eine große Rolle. Ich weiß nicht genau, welche Aufgaben Polizeipraktikanten in anderen Ländern bekommen, aber mir ist doch sehr negativ aufgefallen, dass sie doch zu viele Rechte hat, für jemanden ohne Erfahrung und auch recht freie Hand bekommt. Bis zu einem gewissen Grad hat das auch mit der Geschichte und den Protagonisten zutun, jedoch fand ich es an manchen Stellen doch irgendwie störend. Ravna hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen. Sie lässt sich nicht einschüchtern und bietet den anderen die Stirn. Ihr samischer Hintergrund findet wenig Zuspruch, aber das nutzt sie nur noch mehr als Ansporn. Sie ist mir sehr ans Herz gewachsen und ich würde mich sehr freuen noch mehr von ihr zu lesen.

Den samischen Hintergrund von Ravna habe ich schon erwähnt, aber auch im Klappentext wird schon etwas dazu erzählt. Die Samen spielen gerade bei dem Mordfall eine große Rolle. Das Opfer ist ja auch ein Same. Ich fand die Einblicke sehr toll und interessant, gerade auch mit den uralten Ritualen. Auch wenn ich die Aspekte interessant fand und die Umsetzung sehr spannend war, hab ich mir doch ein bisschen mehr erhofft. Dennoch wird das Versprechen, dass die Rituale mit dem Mord zusammenhängen gut gehalten. Ich habe mit dem Ende der Geschichte zu keinem Zeitpunkt gerechnet und konnte überzeugt werden.

Fazit:

„Ravna – Tod in der Arktis“* ist ein toller Thriller mit sehr gut Umgesetzten Arktis Feeling und einer tollen Protagonistin. Mir ist sowohl die Umgebung, als auch Ravna sehr ans Herz gewachsen. Die Idee hinter der Geschichte ist gelungen, spannend und sehr interessant und lässt sich mit einem sehr angenehmen Schreibstil schön lesen. Die Geschichte ist unterhaltsam und spannend und weckt eine schön lese Atmosphäre. Mit der Auflösung am Ende habe ich nicht gerechnet und wurde positiv überrascht. Das Buch hat mir sehr gut gefallen und obwohl ich die ein oder anderen Kritikpunkte habe, wie z.B. das Verhalten von Ravna als Polizeipraktikantin, welches ich an manchen Stellen unangebracht fand, aber auch der Aspekt, dass die Samen und ihre Rituale mir etwas zu wenig Platz in dem Buch bekommen haben, kann ich das Buch an alle Empfehlen, die sich durch den Klappentext angesprochen fühlen!

Zum Verlag:

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