Adria mortale – Bittersüßer Tod*

Autorin: Margherita Giovanni
Seiten: 383
Erscheinungstermin: 28.05.2021
ISBN: 978-3-7857-2738-6
Meine Bewertung: ⭐⭐⭐⭐
Zum Verlag:

Klappentext:

Türkisblaues Meer. Zartduftende Aprikosenhaine. Sanfte Strände. Doch die Idylle trügt …Sommer 1958. Für die deutschen Touristinnen Sonja und Elke ist es das große Abenteuer: Mit ihrem Roller fahren die jungen Frauen nach Italien in den Urlaub. In einem kleinen Dorf an der Adriaküste steigen sie in der Pension von Federica Pellegrini ab. Ein paar Tage später wird der Lehrer des Ortes tot aufgefunden, mit dem Elke zuvor geflirtet hat. Die beiden fürchten, unter Mordverdacht zu geraten. Zum Glück nimmt Federica sich des Falles an und ermittelt auf eigene Faust. Sehr zum Missfallen von Commissario Garibaldi, der anreist, um herauszufinden, wer den Mann aus dem Weg räumen wollte. Und Garibaldi ist nicht der Einzige, dem Federica auf die Füße tritt …

Meinung:

Mit dem sehr passend Cover und dem vielversprechenden Klappentext kann das Buch auf sich aufmerksam machen und verspricht eine Reise in das Sommerliche Italien, wo Geheimnisse an jeder Ecke lauern.

Gemeinsam mit den zwei deutschen Touristen Sonja und Elke reist der Leser nach Italien. Der ruhige Urlaub für die beiden ist aber schnell dahin. Der Lehrer des Ortes wird Tod aufgefunden und nicht nur die beiden Touristen haben Angst unter Mordverdacht zu geraten. Federica Pellegrini glaubt nicht an einen natürlichen Tod und fängt mit Nachforschungen an, doch dabei stößt sie auf Missfallen bei dem ermittelnden Commissario Garibaldi. Die Gegenseitigen Probleme, die sich die beiden machen, bleiben jedoch nicht die einzigen Hindernisse bei den Ermittlungen…

Der Einstieg in das Buch ist zunächst sehr idyllisch und die Autorin schafft es den Leser gedanklich in das sonnige Italien zu entführen. Die Gestaltungen wurden sehr gut auf den Punkt gebracht. Trotzdem rücken die Ermittlungen und die Geheimnisse, die nach und nach aufgedeckt werden nicht in den Hintergrund. Es herrscht genau die richtige Harmonie zwischen der Gestaltung Italiens und der Geschichte und es bleiben keine Wünsche offen. Natürlich gibt es viele sehr typische Italienische Namen und Redewendungen. Die vielen Namen haben es mir an manchen Stellen schwierig gemacht der Geschichte richtig zu folgen, deswegen denke ich auch das es kein gutes Buch für entspannte Lesestunden zwischen durch ist, dass unterscheidet sich aber natürlich von Leser zu Leser. Die Geschichte wird aus der Sicht verschiedener Personen erzählt und eigentlich kommt auch jeder Protagonist mit seiner Geschichte einmal dran. Dadurch gibt es zwar sehr viele Einblicke und die Geschichte wird sehr Abwechslungsreich, aber auch hier wird es an manchen Stellen schwierig alles im Blick zu behalten. Dem Ende macht das ganze aber trotzdem keinen Abbruch und man kann die Auflösung gut nachvollziehen, mit welchem zu keinem Zeitpunkt gerechnet habe.

Die Protagonistin Federica Pellegrini spielt eine zentrale Rolle in der Geschichte, jedoch geht sie an manchen Stellen etwas unter. Wie schon erwähnt wechselt sich die Perspektive der Erzählung und so bleibt weniger Platz für Federica. Ihr Charakter hat mir dennoch gut gefallen und die Verbissenheit, mit der sie an die Sache rangeht. Sie hat es in dem kleinen italienischen Örtchen nicht ganz leicht und das hilft oder erschwert ihr die Ermittlungen. Auch die Differenzen zwischen ihr und Garibaldi hätten für mich etwas mehr in den Vordergrund gerückt werden könne, dafür kann die Geschichte aber an anderen Stellen Punkten. In dem kleinen Örtchen gibt es nicht viele Bewohner, aber dafür kennt jeder jeden und irgendwie sind auch fast alle Verwandt. Niemand möchte den anderen Verdächtigen und jeder versucht ein Geheimnis zu vertuschen oder lügt für jemand anderen. Während es der Geschichte an den ein oder anderen Stellen an etwas gefehlt hat, kann die Autorin mit den vielen Ideen und Feinheiten sehr gut Punkten.

Die Geschichte spielt im Jahre 1958 in Italien. Mit dem Schreibstil musste ich an den ein oder anderen Stellen erst einmal warm werden und auch zum Schluss, bin ich über manche Sätze noch gestolpert. Wie schon erwähnt ist die Gestaltung Italiens sehr gut gelungen und gerade die Italienischen Redewendungen haben das Buch sehr positiv gestützt.

Fazit:

Die Autorin führt den Leser in das sonnige Italien und vermittelt durch eine tolle Gestaltung und gut eingebaute Redewendungen genau die richtigen Gefühle. Dennoch überschattet die Gestaltung nicht den Mordfall der sich ereignet. In dem Buch gibt es zahlreiche sehr verschiedene Charaktere, die auf ihre Weise in die Geschichte gehören. Die vielen verschiedenen Namen haben bei mir an manchen Stellen zu Verwirrung geführt, was auch an den vielen verschiedenen Familienverhältnissen und Geheimnissen liegen mag. Federica Pellegrini ist mir an manchen Stellen etwas zu kurz gekommen, was aber an andere Stelle wieder wettgemacht wird. Alles in allem ist dieser Krimi sehr gut durch dacht und auf den Punkt gebracht. Zwar hat es bei mir an der ein oder anderen Stelle mit dem Schreibstil und dem vielen Inhalt gehackt, was das Buch vielleicht nicht unbedingt perfekt für zwischen durch macht, aber dennoch hat mir das Lesen an dem Buch im gesamten gut gefallen.

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