Das kurze Leben einer immer wieder Sterbenden*

Autor: Thomas Knüwer
Seiten: 384
Erscheinungstermin: 06.06.21
ISBN: 9783753481081
Meine Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐
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Klappentext:

Kurz vor dem Tod sehen Sterbende das wahre Ich der Menschen, die sie umgeben.

Vier Jahre nach der Entdeckung dieses Phänomens durch eine Nahtod-Forscherin, hat sich die Art, wie Beziehungen und Entscheidungen entstehen, radikal geändert. In kommerzialisierten Nahtod-Erlebnissen, sogenannten Grenzgängen, wird der Charakter der Menschen auf die Probe gestellt – vor Wahlen, Verträgen, Verurteilungen oder Eheschließungen.

Katja, eine junge Frau aus der westfälischen Provinz, hat auf diese Weise alles verloren. Das Ergebnis ihres Grenzgangs genügte ihrem Partner nicht. Am Tiefpunkt ihres Lebens angekommen, lernt Katja, wer sie wirklich ist – und erkennt, dass sie noch nicht am Tiefpunkt angekommen ist.

Meinung:

Es ist noch nicht ganz ein Jahr her, da habe ich „Ventadorn“ von Thomas Knüwer gelesen und das Buch konnte mich mit seiner Idee, seiner Gestaltung, dem Schreibstil und der Umsetzung voll und ganz überzeugen. „Das kurze Leben einer immer wieder Sterbenden“ steht „Ventadorn“ in nichts nach und hat mir sogar vielleicht noch ein Tick besser gefallen.

Es sind erst vier Jahre vergangen, nachdem eine Nahtod-Forscherin entdeckt hat, das Menschen kurz vor ihrem Tod das Wahre-Ich seiner Mitmenschen sehen kann. Die Entdeckung verändert das Leben aller Menschen. Sogenannte Grenzgänger lassen sich sich umbringen um das Wahre-Ich anderer Menschen zu sehen, um kurz danach wieder zurück ins Leben gerufen zu werden. Das Wahre-Ich der Menschen wird als Vertrauensgrundlage für Beziehungen genutzt. Niemand hat Auswirkungen darauf und so verändern sich viele Leben, so auch das Leben von Katie. Sie verliert alles, doch das bleibt noch nicht alles…

Der Klappentext konnte mich direkt ansprechen, doch die ersten Seiten haben mich gleich unerwartet stark in den Bann gezogen. Die Idee und die Ausführung fand ich von Anfang bis zum Ende spannend und interessant. Auch wenn man es anders erwarten würde, spielt die Geschichte in den 90er Jahren, was beim Lesen aber nicht besonders ins Gewicht fällt, mir aber trotzdem gefallen hat. Weil die Geschichte dadurch nicht so Zukunftsfern scheint und auch die Idee sehr authentisch und Vorstellbar wirkt, schafft der Autor es sehr gut, dass man voll und ganz in die Geschichte eintauchen kann. Die Geschichte wird zunächst aus der Sicht von Katie geschrieben, wechselt jedoch im Laufe der Geschichte mit neuen Protagonisten. Der Schreibstil gefällt mir sehr angenehm und ist schön zu lesen und auch die Gestaltung wurde genau auf den Punkt gebracht. Obwohl die Geschichte doch recht lange braucht um Fahrt aufzunehmen, konnte ich das Buch nur schwer aus der Hand legen. Der Verlauf der Geschichte hat mich auch an der ein oder andere Stelle zum Nachdenken gebracht.

Auf Katie liegt das Hauptaugenmerk der Geschichte. Mit ihrem Charaktere bin ich etwas gespalten, denn auf der einen Seite tut sie mir leid, aber trotzdem fand ich sie manchmal auch sehr naiv. Ihre Rolle in der Geschichte hat mir im Allgemeinen aber sehr gut gefallen. Auch die anderen Protagonisten haben gut in die Geschichte gepasst und die Gestaltung der Charaktere ist sehr gut gelungen.

Die Geschichte verfolgt keinen genauen Verlauf, aber dennoch wirkt sie nicht durcheinander. Es passieren immer neue Dinge, die alle durch einander werfen und wenn man eigentlich denkt, dass die Geschichte an der einen Stelle eigentlich zu Ende sein müsste, kommt nochmal etwas neues auf den Leser zu. Mit den verschiedenen Verläufen bleibt die Geschichte sehr unvorhersehbar und man kann das Buch einfach nicht zur Seite legen.

Fazit:

Die Idee der Geschichte kann gleich überzeugen, aber auch die Umsetzung steht der Idee in nichts nach. Mir hat es gut gefallen das eine Zukunftsidee in der Vergangenheit, den 90er Jahren, seinen Platz findet. Auch wenn es nur eine Zukunftsidee ist bleibt sie doch sehr authentisch und realistisch. Gerade die Gestaltung hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte kann in allen Punkten überzeugen und somit auch mit einem sehr angenehmen Schreibstil, durch den man sehr über die Seiten fliegt. Die Geschichte hat viele Wendungen und ist somit sehr unvorhersehbar.

„Das kurze Leben einer immer wieder Sterbenden“ ist das zweite veröffentliche Buch des Autors Thomas Knüwer. Mit diesem Roman und „Ventadorn“ hat er es geschafft mich mit zwei unterschiedlichen Geschichte zu begeistern und zu überzeugen. Ich habe beide Bücher sehr schnell durchgelesen und keinen Punkt, der mir negativ aufgefallen ist. Für mich gehört Thomas Knüwer deutlich zu einem Autor, den ich auch in Zukunft sehr gerne weiterverfolge und ich seine Bücher nur klar empfehlen kann.

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