Die Chroniken von Peter Pan – Albtraum im Nimmerland*

Autorin: Christina Henry
Seiten: 368
Erscheinungstermin: 28.06.2021
ISBN: 9783764532369
Meine Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐
Zum Verlag:

Klappentext:

Du glaubst, meine Geschichte zu kennen. Natürlich, jeder kennt meine Geschichte, sie wird wieder und wieder erzählt. Aber sie entspricht nicht der Wahrheit. Denn Peter Pan lügt. Peter wird euch erzählen, dass ich der Bösewicht in seiner Geschichte bin, dass ich ihm Unrecht getan habe, dass ich niemals sein Freund war. Aber wie ich schon sagte, Peter lügt. Dies ist, was wirklich geschehen ist: Ich bin Peter Pan auf seine Insel gefolgt, weil er mir ewige Kindheit und unendlichen Spaß versprochen hat. Ich war sein erster und bester Freund auf der ganzen Welt und seine rechte Hand. Aber Peters Verständnis von Spaß ist so gefährlich wie ein Piratensäbel, und als ich das erkannte, wurde Nimmerland für mich zum Albtraum.

Meinung:

Ich kenne die Geschichte rund um Peter Pan und Nimmerland, habe es jedoch nie wirklich geschaut. Trotzdem wollte ich das Buch unbedingt lesen, nachdem ich das Buch entdeckt habe. Die Idee, dass bekannte Geschichte anders und vor allem schauriger erzählt werden, konnte mich gleich für sich gewinnen. Die Autorin Christina Henry hat schon „Die Chroniken von Alice“ geschrieben, die ich noch nicht gelesen habe und man kann Peter Pan natürlich unabhängig zu der Geschichte lesen. Es werden noch drei weitere Geschichten von der Autorin folgen, aber hier geht es jetzt erstmal um die Geschichte von Peter Pan.

Peter Pan und die Insel Nimmerland, auf der die Kinder nie erwachsen werden, sollte eigentlich jedem bekannt sein. Doch wie sieht die Vergangenheit von Peter Pan aus und was hat es mit Captain Hook auf sich? Christina Henry erzählt die Geschichte von Captain Hook, wie er auf die Insel gekommen ist und wie Peter Pan früher wirklich war.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Captain Hook geschrieben, was mir wirklich sehr gefallen hat, auch wenn es zunächst etwas verwirrend war, denn Captain Hook trägt am Anfang den Namen Jamie. Ich habe mich aber sehr schnell in die Geschichte gefunden und dann konnte ich das Buch auch schon nicht mehr aus der Hand legen. Die Autorin hält sich nicht lange mit langweiligen Szene auf, sondern kommt gleich zur Sache. Mit hat Jamie und sein Charaktere sehr gut gefallen. Zwischen Jamie und Peter Pan steckt eine besondere Geschichte, welche Jamie zu einem wichtigen Teil der Gruppe macht. Von Anfang bis zum Ende kann die Autorin mit tollen Ideen überraschen und durch eine abwechslungsreiche Geschichte wird es nie langweilig. Was mich genau beim lesen erwartet, konnte ich mir vorher nicht vorstellen, aber nach dem Lesen hätte ich mir keine Stelle im Buch anders gewünscht. Von vorne bis hinten ist die Geschichte gut durchdacht. Christina Henry verwandelt die tolle Insel Nimmerland mit ihrer Magie zu einer gefährlichen Insel, bei der hinter jeder Ecke der Tod lauert.

Der Schreibstil der Autorin hat genau zu der Geschichte gepasst. Die Geschichte zwischen Peter Pan und Captain Hook ist eine sehr schaurige Geschichte und es geht nicht gerade zimperlich her. Obwohl die Szenen an sich schon nicht ohne sind, schafft es die Autorin mit einem nüchternen Schreibstil, die brutalen Szenen nochmal auf eine andere Stufe zu heben. An manchen Stellen musste och schlucken und ich hatte etwas Angst weiter zu lesen, da an jeder Ecke eine böse Überraschung warten kann. Ich lese sehr gerne Thriller und nur wenige können mir wirklich Gänsehaut bescheren, aber die Geschichte um Peter Pan und Captain Hook, sowie sie von der Autorin erzählt wird, konnte mich nicht kalt lassen und ist ganz klar nichts für schwache Nerven.

Die Gestaltung der Charaktere, konnte die Autorin, wie den Rest des Buches schon, genau richtig treffen. Jeder Protagonist unterscheidet sich in seinem Charakter stark zu den anderen. Gerade Peter Pan hat mich mit seinem Verhalten echt geschockt, aber dennoch war es an keiner Stelle überzogen und unrealistisch. Gerade im Hinblick auf Jamie bzw. Captain Hook ist deutlich eine Veränderung zu erkennen, die ich deutlich nachvollziehen konnte.

Wie schon erwähnt habe ich Peter Pan nie wirklich geguckt. Das mag ein Ausschlag dafür sein, dass ich die Geschichte, die die Autorin in diesem Buch erzählt, so vorstellbar finde. Der Leser findet hier eine Vorgeschichte von Captain Hook und Peter Pan, was der Autorin gut in die Karten spielt, da sie dadurch einigen Spielraum bekommt. Dennoch nutzt die Autorin das nicht aus und die Geschichte wirkt nicht überzogen. Für große Peter Pan Fans ist das Buch vielleicht nicht das richtige. Wer sich jedoch auf eine Geschichte einlassen kann, die Peter Pan von einer anderen Seite zeigt, macht mit diesen Buch nichts falsch. Dieses Buch lässt sich jedoch mit den Szenen und der Gestaltung wenig mit den anderen Erzählungen vergleichen und ist schwache Nerven.

Fazit:

Mit einer schaurigen Geschichte, die sich von den anderen Erzählungen rund um Peter Pan stark unterschiedet, hat es die Autorin geschafft, mich mit diesem Buch voll und ganz zu überzeugen. Der Schreibstil ist nüchtern und brutal, mit ohne hin schon brutalen Szenen. Die Geschichte blieb für mich bis zum Schluss vorstellbar und war an keiner Stelle überzogen und unauthentisch. Alle Charaktere haben mir in ihrer Gestaltung gut gefallen und auch die Szenen wurden an keiner Stelle langweilig. Mit den schaurigen und brutalen Szenen konnte mich die Geschichte mehr überzeugen als die meisten Thriller. An den ein oder anderen Stellen hatte ich Angst auf das was mich noch erwartet. Zum Inhalt habe und werde ich nicht viel sagen, da jeder die Geschichte von vorne bis hintern selber für sich entdecken muss!

Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der eine spannende und schaurige Geschichte sucht, die Gänsehaut bescheren kann. Wenn man sich darauf einlassen kann, eine ganz andere Geschichte von Peter Pan zu lesen, dann ist man bei dem Buch genau richtig.

Für mich ist das Buch „Die Chroniken von Peter Pan – Albtraum im Nimmerland“ zu einem deutlichen Highlight geworden und für mich steht es außerfrage auch zu den anderen Büchern von Christina Henry zu greifen.

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